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Saskia Esken

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Saskia Esken
Saskia Esken.jpg
Geboren 28. August 1961
Parteibuch Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Ehe für alle Saskia Esken stimmte am 30. Juni 2017 im Deutschen Bundes­tag gegen die bürgerliche Zivilehe und für die so genannte Ehe für alle. Eine Beliebig­keits­definition "für alle" kann aber keine Schutz­funktion erfüllen, wie von Artikel 3 GG gefordert. Die "Ehe für alle" ist somit eine "Ehe für keinen". Saskia Esken hat damit die durch die Ewigkeits­klausel geschützten Grundrechte des Grundgesetzes verletzt und die bürger­liche Zivilehe de facto abgeschafft.
UN-Migrationspakt Saskia Esken stimmte am 29. November 2018 im Deutschen Bundes­tag für den UN-Migrationspakt und damit für die Umwandlung Deutschlands in eine "Große Grüne Wiese", die zur freien Besiedelung von Afganistan, über Syrien, Nordafrika bis Schwarz­afrika frei­gegeben wird. Lang­fristig wird Deutschland zu einer afrikanischen Kolonie und autoch­thone Deutsche in "Reservate" abgeschoben.
Ermächtigungsgesetz Saskia Esken stimmte am 18. November 2020 im Deutschen Bundes­tag für das Ermächtigungs­gesetz, womit die Grundrechte des Grundgesetzes de facto abgeschafft wurden.
Abtreibungs­bewerbungs­gesetz Saskia Esken stimmte am 24. Juni 2022 im Deutschen Bundes­tag für das Abtreibungs­bewerbungs­gesetz, womit nun das Werben für die Tötung Ungeborener für Ärzte straflos gestellt wurde.
Pandemie­vertrag Saskia Esken stimmte am 12. Mai 2023 im Deutschen Bundes­tag für den WHO-Pandemievertrag.
AbgeordnetenWatch Saskia Esken
URL saskiaesken.de
Twitter @EskenSaskia

Saskia Christina Esken (* 1961, geborene Hofer) ist eine deutsche Politikerin und seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie übte von 2019 bis 2025 zusammen mit Norbert Walter-Borjans[wp] das doppelt besetzte Amt des Bundes­vorsitzenden der SPD aus.

Weiter so SPD!
Wahlziel < 10 %


Politisches

Sie war ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technik­folgen­abschätzung und im Ausschuss Digitale Agenda und Bericht­erstatterin ihrer Fraktion für digitale Bildung.

Esken-Filme

  • Steuerzangenbowle[wp]
  • Die linke und die andere linke Hand des Teufels[wp]
  • Triumph der Steuern[wp]
  • Wenn der Fiskus zweimal klingelt[wp]
  • Saskias Liste[wp]
  • S.E. - Die Außerirdische[wp]
  • Sozialypse Now[wp]
  • Es war einmal in der SPD[wp]
  • Die fabelhafte Welt der Saskia[wp]
  • Sag niemals steuerfrei[wp]
  • Man besteuert nur zweimal[wp]
  • Der Sozialismus stirbt nie[wp]
  • Sozipussy[wp]
  • Lizenz zum Besteuern[wp]
  • Steuerfieber[wp]
  • Der Sozialist, der mich liebte[wp]
  • Eine Steuer ist nicht genug[wp]
  • Enteigne mich an einem anderen Tag[wp]
  • Esken-Grüße aus Berlin[wp]
  • Planet der Steuern[wp]
  • Bürger, ich habe Dein Vermögen geschrumpft[wp]
  • Genosse, ich habe die SPD geschrumpft[wp]
  • Spiel mir das Lied vom Parteitod[wp]
  • Unheimliche Begegnung der sozialistischen Art[wp]
  • Ich weiß, was du letzten Sommer versteuert hast[wp]
  • Eine neue Enteignung[wp]
  • Saskia Esken und die Steuer des Schreckens[wp]
  • Die rote Bedrohung[wp]
  • Die Rückkehr der Steuerritter[wp]
  • Der Untergang[wp]
  • Die Rache der Sozen[wp]
  • Der Sozialismus schlägt zurück[wp]
  • Saskia Esken und der Gefangene der Planwirtschaft[wp]
  • Fräulein Eskens Gespür für Steuern[wp]
  • Was Sie schon immer über Steuern wissen wollten[wp]
  • Die Hashtags der Anderen[wp]
  • Die mit dem Sozialismus tanzt[wp]
  • Besteuert sie höher[wp]
  • Der Teufel trägt Prawda[wp]
  • Akte Esken - Die unheimlichen Fälle der SPD[wp]
  • Marx Attacks[wp]

Esken-Bücher

  • Von Eskens nichts Neues[wp]
  • Die Räuber[wp]
  • Die rote Raupe Nimmersatt[wp]

Esken-Blacklisting

Was macht eigentlich Saskia Esken? Sie erinnern sich: Esken war sechs Jahre lang SPD-Vorsitzende, von 2019 bis 2025. Anfangs zusammen mit dem Genossen Norbert Walter-Borjans[wp], und dann unterzeichnete sie zusammen mit Lars Klingbeil noch vergangenes Jahr den Koalitionsvertrag. Anschließend verabschiedete sie sich aus dem Willy-Brandt-Haus und es wurde ruhig um die streitbare Linke.

Im Bundestag sitzt sie seit 2013, mittlerweile als Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Familie und „Gedöns“, wie es Gerhard Schröder einmal formulierte. Doch das scheint Esken nicht auszulasten. Nebenberuflich echauffiert sie sich daher als unerbittliche Antifaschistin und ruft über die sozialen Medien zum Boykott gegen Podcaster und Journalisten auf. Medial wird ihr das nun zum Verhängnis. Und in den Umfragen hilft das der SPD auch nicht – im Gegenteil. Doch der Reihe nach.

Podcasts mit Wagenknecht, Gysi, Somuncu und Höcke

Esken stößt ungut auf, dass sich der thüringische AfD-Chef Björn Höcke Ende April fast fünf Stunden lang beim beliebten Podcaster Ben Berndt auf YouTube aussprechen konnte. Deswegen rief Saskia Esken neulich auf Instagram Werbetreibende zum Boykott des Podcasts auf und empfahl Unternehmen, per sogenanntem Blacklisting jene Domains für automatisch ausgespielte Werbung auszuschließen, „die sie mit ihrer demokratischen Grundhaltung nicht vereinbaren können“. Also ein Boykott-Aufruf nicht weil das fünfstündige völkische Gesabbel unglaublich langweilig und erwartbar war, sondern weil es eben die Person Björn Höcke war, die da reden durfte.

Bei Ben Berndt waren aber auch bereits die Sozialisten Jan van Aken und Gregor Gysi zum stundenlangen Gespräch, die BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, der Kapitalist Rainer Zitelmann[wp], der Comedian Serdar Somuncu oder auch Holger Friedrich, der Verleger der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Man mag den einen mögen und den anderen nicht. Und manch einer mag sich kritischere Journalisten wünschen als ständig brav nickende Podcaster – Geschmackssache. Mit ihrem Versuch, die Meinungsfreiheit zu beschneiden, indem man zum Boykott gegen Medien aufruft, tut sich Saskia Esken aber keinen Gefallen. Und die Kritik an Eskens Boykott-Aufruf kam prompt.

„Esken ist der Grund, warum Höcke so erfolgreich ist“

Ein Shitstorm tobte durch die sozialen Medien. FDP-Urgestein Wolfgang Kubicki fasst die teils etwas heftige Kritik in seinem Beitrag auf X ganz gut zusammen: „In einer liberalen Demokratie entscheiden nicht Politiker, was Presse und andere Medien senden oder drucken. Ein Aufruf zum Werbeboykott bestimmter Medien […] ist eine Entgleisung.“ Und, so Kubicki über Höcke: „Ich finde es besser, wenn er das vor einem möglichst großen Publikum sagt als in irgendwelchen rechten oder linken Filterblasen.“ Aber auch die Presse schüttelte den Kopf: „Esken ist genau der Grund, warum Höcke so erfolgreich ist“, hieß es bei der Welt. „Für wie doof hält Frau Esken die Deutschen?“, fragte die Bild.

Eine prominente und extrem polarisierende Figur zu interviewen, bringt natürlich Quote, Klicks und viele Hörer und Leser. Besonders die Figur Björn Höcke, dem es scheinbar gefällt, als Faschist bezeichnet zu werden, und der ab und an mal mit NS-Parolen provoziert. Doch die Menschen können sich ihre eigene Meinung bilden, benötigen dafür allerdings frei zugängliche Plattformen und keine Blacklists. Höcke darf auch auf Marktplätzen reden, sogar im Landtag in Erfurt. Höcke wird mitunter im MDR oder ZDF gezeigt, er kann Interviews geben und er kann sich selbst in den sozialen Medien äußern. Das deckt Artikel 5 des Grundgesetzes ab.

Und das Strafgesetzbuch setzt bei Beleidigung, Verleumdung, Volksverhetzung etc. Grenzen. Das braucht nicht Saskia Esken zu übernehmen. Ab und an kommt Höcke auch vor Gericht, wenn er mit seiner NS-Rhetorik zu weit geht. Ansonsten darf er weiter reden. Und die Medien dürfen weiter senden. Das ist für manche schwer erträglich, aber darauf bauen unsere Demokratie und unsere Verfassung.

Esken: „Mir fliegt gerade ein bisschen das Netz um die Ohren“

Doch Eskens Verständnis von Demokratie und Pressefreiheit scheint unverrückbar zu sein. Und so legte sie abermals in den sozialen Medien nach. Auf Instagram rechtfertigt sich Saskia Esken nun in fünf (!) Beiträgen. Immer unter der Vorbemerkung: „Weil ich kritisiere, dass ben:ungeskriptet Björn Höcke eine Plattform bietet, fliegt mir gerade ein bisschen das Netz um die Ohren.“ Esken erklärt danach unter anderem, was Faschismus ist und was nicht. Esken wundert sich, dass ihr wegen ihres Boykott-Aufrufs selbst Faschismus vorgeworfen wird, und möchte das klarstellen.

Scheinbar hat Esken keinen Kommunikationsberater. Der hätte ihr gesagt: „Lass es einfach.“ Aber so ist das nun mal, wenn man Boomer wie Esken in den sozialen Medien freie Hand lässt: Sie posten sich leicht manisch um Kopf und Kragen. Und so sendet Esken munter ihre fünf belehrenden Beiträge über Faschismus, Meinungsfreiheit und die Grenzen der Zensur. Nach dem fünften Beitrag hat dann scheinbar auch Esken gemerkt, dass ihr weiterhin „das Netz um die Ohren fliegt“, wenn man sich gegenseitig in einer Endlosschleife Faschismus vorwirft.

Gelohnt hat sich das weder für Esken noch für die SPD. Beide stehen nun als intolerante Rechthaber da, die Weisheit um die Pressefreiheit offensichtlich löffelweise gefressen haben. Punkte in den Umfragen bringt das nicht.

– Berliner Zeitung[1]
Wer mit den Falschen redet, soll wirtschaftlich vernichtet werden. Das ist die Kernforderung der früheren SPD-Vorsitzenden Saskia Esken als Reaktion auf den Erfolg des Podcasters Ben Berndt. Konkret hat Esken ganz offen und unverblümt einen Werbeboykott gegen den Podcast Ungeskriptet vorgeschlagen, in dem zuletzt auch der Thüringer AfD-Fraktions­vorsitzende Björn Höcke zu Gast war.

In einem Video auf Instagram schimpft Esken: „Einem Faschisten wie Björn Höcke vier Stunden lang eine Bühne zu bieten, ungeskripted und unwidersprochen, damit kann man im Netz in kurzer Zeit Millionen von Aufrufen und ziemlich gute Werbeeinnahmen erzielen“.

Die Folge des Podcasters Ben Berndt mit Höcke stieß auf große Resonanz: Sie hatte nach Angaben der Macher binnen 24 Stunden die Marke von einer Million Aufrufen überschritten. Der Podcast wurde im Vorfeld als gefährlichstes „Gespräch“ beworben.

Mittlerweile hat die Folge fast vier Millionen Aufrufe. Experten sehen darin einen Beleg, dass Formate wie „ungeskripted“ einen Nerv in der deutschen Bevölkerung treffen. Anders als in den gängigen Talkshows lässt Berndt seine Gäste aussprechen und ausgeruht zu Wort kommen.

Politikern wie Saskia Esken ist dieses Format damit ganz offenbar ein Dorn im Auge. Entsprechend radikal ist nun die Reaktion: „Unternehmen, deren Werbung in einem solchen Podcast ausgespielt wird, sollten mal schauen, wie sich das abstellen lässt“, so Esken. „Man muss das nicht ertragen, dass ein Faschist – finanziert durch den Werbeetat des eigenen Unternehmens – unwidersprochen vom geplanten Mord am deutschen Volk fabulieren darf“, so Esken weiter.

Sie fordert unverblümt und völlig offen Zensur durch wirtschaftlichen Druck auf Journalisten wie Berndt und sagt: „Blacklisting hilft“. Ein Werbeboykott sei ein legitimes Mittel, um wirtschaftlichen Druck auf Plattformen und Produzenten auszuüben, die Politikern wie Höcke eine Bühne böten.

– Berliner Zeitung[2]
Saskia Esken ist inzwischen einfache Bundestags­abgeordnete ihrer Partei, die es nur noch selten schafft, für bundesweite Schlagzeilen zu sorgen. Danach hat sie vielleicht große Sehnsucht, denn als sie noch SPD-Vorsitzende war, wurden ihre Textbausteine immer wieder gern von Medienschaffenden verbreitet. Dennoch war scheinbar jeder froh, als sie den Spitzenposten räumen musste. Der von ihr in ihrer Vorsitzenden-Amtszeit tatkräftig beförderte Schrumpfungskurs ihrer Partei wurde allerdings auch von ihren Nachfolgern kontinuierlich fortgesetzt. Dennoch muss sich die Genossin Esken als normale Bundestags­abgeordnete ihrer Schrumpf-Partei schon anstrengen, um wahrgenommen zu werden.

Vielleicht dachte sie sich, dass der „Kampf gegen rechts“ immer geht, um ein paar zustimmende Kommentare aus den gewogenen Redaktionen zu ernten. Dann nahm sie wahr, dass es einen Podcast mit dem programmatischen Titel „ungeskriptet“ gibt - der auch „ungeschnitten“ heißen könnte - in dem sich die Gesprächspartner von Podcaster Ben Berndt ohne Zeitdruck stundenlang ausbreiten können.

Dass ein solches Format überhaupt erfolgreich sein kann, ist durchaus beachtlich, denn allein eine Länge von mehreren Stunden galt eigentlich bislang als tödlich für breiten Zuspruch. Jeder Medienschaffende hört doch allenthalben, dass seine Produkte möglichst kurz sein sollten, da bei immer mehr Menschen die Aufmerksamkeits­spanne immer kürzer werde.

Dennoch hat Berndt mit seinem XXL-Gesprächsformat offenbar Erfolg. Es gibt anscheinend mehr Interessenten als man glaubt, die sich in voller ungeschnittener Länge die Aussagen von bekannten Menschen anhören wollen. Das ist im Grunde auch gut nachvollziehbar: Wenn man sie einfach reden lässt, dann neigen die meisten Menschen dazu, auch öffentlich unfreiwillig mehr von sich preiszugeben, als es ihr PR-Konzept vorsieht. Doch wer hätte erwartet, dass sich so viele Menschen die Zeit nehmen, solange zuzuhören, bis sie auf solch besondere Passagen stoßen?

„Blacklisting hilft“

Saskia Esken störte sich nun daran, dass Björn Höcke, der AfD-Star aus Thüringen, vier Stunden lang reden durfte und dann auch noch ein Publikum zuhörte. Ihr hat freiwillig womöglich noch niemand vier Stunden am Stück zugehört. Sie hat jedenfalls zum Werbeboykott gegen diesen Podcast aufgerufen. Nicht spontan im Interview, sondern in einem eigenproduzierten Auftritt vor der Kamera im Bundestag auf Facebook. Ihre Worte:

Zitat: «Einem Faschisten wie Björn Höcke vier Stunden lang eine Bühne zu bieten, „ungeskripted“ und unwidersprochen - damit kann man im Netz in kurzer Zeit Millionen von Aufrufen und ziemlich gute Werbeeinnahmen erzielen.

Übrigens: Unternehmen, deren Werbung in einem solchen Podcast ausgespielt wird, sollten mal schauen, wie sich das abstellen lässt. Man muss das nicht ertragen, dass ein Faschist - finanziert durch den Werbeetat des eigenen Unternehmens - unwidersprochen vom geplanten Mord am deutschen Volk fabulieren darf. Oder was er da noch alles ausgebreitet hat. Ich sag mal: Blacklisting hilft.»

Ja, Blacklisting, also die Aufnahme in schwarze Listen für digitale Werbung, hilft in der Tat nachhaltig, um auf diese Weise boykottierte Medien oder Publizisten um einen Großteil der Werbeeinnahmen zu bringen, die sie mit ihrer Reichweite hätten erzielen können. Achgut.com musste und muss diese Erfahrung seit zehn Jahren immer wieder machen. Agenturen und Firmen, die direkt zum Blacklisting aufgefordert werden, folgen der Forderung lieber, als lange darüber zu diskutieren. Auf einer schwarzen Liste ist man deshalb schnell, nur gelöscht wird man dort nicht einfach wieder.

Insofern kann die Empörung über Eskens Aufruf nicht groß genug sein. Zwar wird niemand Werbung canceln, weil es ein Statement von Genossin Esken gibt, aber für das staatlich geförderte Netzwerk aus Denunziations­organisationen ist Eskens Ruf natürlich ein Signal, tätig zu werden und die Firmen und Agenturen, deren Werbung sie auf der inkriminierten Seite entdecken, gezielt anzusprechen und zum „blacklisten“ aufzufordern.

„Demokratie in Reinform“

Das weiß Genossin Esken natürlich ganz genau. Doch ob sie jetzt die ihr zuteil werdende Medien­öffentlichkeit wirklich genießen kann? Kritik an ihrem Aufruf wurde schneller laut als früher. Und „ungeskriptet“ dürfte dadurch deutlich an Reichweite gewinnen. Zumal viele Medien­konsumenten sehr schnell mitbekommen dürften, dass Podcaster Ben Berndt keine politische Schlagseite erkennen lässt. Bei ihm dürfen gesinnungs­übergreifend alle lange reden. Saskia Esken erntete denn auch bei Facebook auf ihren Aufruf Kommentare wie diesen:

Zitat: «Jan van Aken konnte sich dort ebenfalls präsentieren. Wenn alle politischen Richtungen die gleichen Möglichkeiten zur Darstellung erhalten, dann ist dies Demokratie in Reinform.»

Ob nun heutzutage der Boykottaufruf einer unbeliebten Politikerin („mit dem Charme der Direktorin einer Gefängnis­wäscherei“, wie ein Kollege mal schrieb), die Reichweite so stark anwachsen lässt, dass das Blacklisten in den Agenturen doch auf zögerliche Reaktionen stößt? Auch die Macht der Boykotteure kann ja irgendwann an Grenzen stoßen.

Für Zuschauer mit hinreichend Zeit und Muße kann Berndts Format wirklich erhellend sein, weil – wie gesagt – Gesprächspartner mit viel Zeit oft mehr von sich preisgeben als geplant. Ob das bei Höcke gelungen ist, weiß ich nicht, da fehlte mir die Zeit, mir das Gespräch vor dem Schreiben dieser Zeilen anzuschauen. Aber jüngst hatte ich einmal interessiert dem langen Gespräch mit dem Vater der als linksextremer Gewalttäter bekannt gewordenen „nonbinären Person“ Maja T. zugehört.

Ob Saskia Esken wirklich selbst den vier Stunden Höcke gelauscht hat? Möglicherweise war für sie ja allein der Umstand, dass einer den Höcke reden ließ, boykottwürdig genug. Vielleicht hat ihr auch jemand eine Sammlung der schlimmsten Zitate zukommen lassen.

Vielleicht ist Saskia Esken aber auch nur neidisch, weil mit ihr keiner vier Stunden lang reden bzw. ihr so lange zuhören will. Am Ende ist die Wut der Boykotteuse, die Ben Berndt die Werbeeinnahmen nehmen will, noch nicht einmal die Höchststrafe. Man stelle sich vor, sie hätte stattdessen gefordert, auch vier Stunden Podcast-Sendezeit bei „ungeskriptet“ zu bekommen? Hätte der Podcaster da „Nein“ sagen können? Wahrscheinlich nicht. Aber vier Stunden Saskia Esken, das wünscht man doch niemandem, oder?

AchGut-Blog[3]

Zitate

Zitat: «Lieber @markus_soeder, Danke für das liebe Kompliment, wir von der @spdde wären Tick, Trick und Track! Im Koalitions­ausschuss kommt ihr mir immer vor wie die Panzerknacker - mit ähnlichen Ideen und ähnlichem Erfolg.»[4]
Zitat: «Unsere bisherigen Parteien haben einfach fertig! ALLE!

Wer solche Dialoge führt, der sollte in den Kindergarten, aber nicht Politik machen. Vorschule ist da schon Überforderung.» - Paul Pawlowski[ext][5]

Doppelte Maßstäbe bei COVID-19:

Zitat: «Tausende #Covidioten(sic!) feiern sich in #Berlin als "die zweite Welle", ohne Abstand, ohne Maske. Sie gefährden damit nicht nur unsere Gesundheit, sie gefährden unsere Erfolge gegen die Pandemie und für die Belebung von Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft. Unverantwortlich!» - Saskia Esken am 1. August 2020 zur COVID-19-Demo[6]
Zitat: «Zehntausende Demonstranten(sic!) zeigen überall in Europa #Solidarität für #BlackLivesMatter und protestieren friedlich gegen #Rassismus und #Polizeigewalt - Danke!

Auch wenn #Corona uns zum Abstandhalten zwingt: Wir stehen zusammen und bekämpfen die rassistische #Diskriminierung - Saskia Esken am 6. Juni 2020 zur Black Lives Matter-Demo[7]

Über Saskia Esken

Wenn das stimmt, was ARD/Berlin/Kontraste über SPD-Saskia Esken da so bringt, dann hat die SPD genau das bekommen, was sie verdient hat.

Guckt mal den Beitrag von Konstraste.[8][9][10]

Die Arbeitsrechts­expertin, die da sagt, das geht so nicht, hat völlig recht. Außerdem sind solche Mail-Kontrollen so auch nicht zulässig. Es ist ja auch richtig, was der Betriebsrat da sagte: Nämlich dass die SPD früher mal für Arbeitnehmern eintrat. Inzwischen arbeitet sie gegen Arbeitnehmer.

Und wenn Esken sagt, dass sie den "Landes­eltern­beirat demokratisiert und zusammen­geführt" habe, dann läuft es mir kalt den Rücken runter, wenn ich dran denke, was man in der SPD unter "Demokratie" versteht.

Ich habe übrigens auch nicht verstanden, warum man die Frau immer als "Informatikerin" tituliert. Laut Wikipedia beruht das darauf:

Zitat: «Ein Studium der Germanistik und Politik­wissenschaft an der Universität Stuttgart brach sie ab und arbeitete danach unter anderem als Paket­zustellerin und Kellnerin. 1990 schloss sie an der Akademie für Daten­verarbeitung Böblingen eine Ausbildung zur staatlich geprüften Informatikerin ab und arbeitete anschließend in der Software-Entwicklung, bis sie zugunsten ihrer 1994, 1996 und 1999 geborenen Kinder auf ihre Berufs­tätigkeit verzichtete.»[11]

Man findet da auch weitere Angaben zu dieser Akademie und diesem Studiengang[wp].

Zitat: «Sie bestand viele Jahre aus dem drei­jährigen Berufskolleg für Informatik (BKI), der Fachschule für Wirtschaft Fachrichtung Wirtschafts­informatik, und der Kaufmännischen Berufs­schule für IT-Ausbildungs­berufe. Nach der Zusammenlegung mit der Gottlieb-Daimler-Schule 2 hat sie sich auf die Ausbildung zum Staatlich geprüften Informatiker (BKInf) spezialisiert. [...]

Das Berufskolleg für Informatik (BKI) bietet eine dreijährige Berufsausbildung für Abiturienten zum "staatlich geprüften Informatiker". Die theoretische Ausbildung im 1. und 3. Studienjahr wird im zweiten Jahr ergänzt durch ein einjähriges Praktikum. Eine Zusatz­prüfung zur CCNA-Zertifizierung ist möglich.»[12]

Inhalte "Wirtschaft, Medien, Technik" im ersten und dritten Jahr, dazwischen ein Praktikum.

und

Zitat: «Bei der Fortbildung oder Ausbildung zum Staatlich geprüften Informatiker handelt es sich um eine berufliche Fortbildung oder um einen schulischen Ausbildungs­gang, was je nach Landesrecht teils sehr unterschiedlich geregelt ist. Die Abschlüsse sind aber grundsätzlich bundesweit anerkannt.

In Baden-Württemberg handelt es sich um eine dreijährige Erstausbildung (Berufskolleg) an der staatlichen Akademie für Datenverarbeitung in Böblingen. Zur Zulassung ist das Abitur oder die fach­gebundene Hochschulreife der technischen Richtung Voraussetzung. Das Studium gliedert sich in Grundstudium (zwei Semester Unterricht), ein Praktikums­jahr und das Fachstudium (zwei Semester Unterricht in einem Fachgebiet der Wahl, zum Beispiel Logistik).»[12]

Das ist Bullshit, aber keine Informatik. Das hört sich nach Maus-Dompteuse an, aber hat mit einem Informatik-Studiengang nichts zu tun. "Fortbildung". Das ist so ein Pseudo-Hokus-Pokus um Arbeitslose und solche ohne Berufs­ausbildung mit irgendeinem wichtig klingenden Berufs­titel zu versehen, obwohl sie da eigentlich gar nichts gelernt haben. "Staatlich geprüfte Informatikerin". Dass ich nicht lache. Selbst wenn man sich das da auf deren Webseite ansieht:

Zitat: «1. Jahr - Grundlagen der Informatik

2. Jahr - einjähriges bezahltes Firmenpraktikum
3. Jahr - vertiefende Inhalte mit Abschlussprüfung

Jeder Studierende wählt eine Fachrichtung aus, angeboten werden Technik, Wirtschaft und Medien[13]

Huahahahaaa. Eigentlich haben die nicht mal eine eigene Webseite, das ist ein Absätzchen Blabla auf der Webseite der Stadt Böblingen. Curriculum, Prüfungs­inhalte, ich habe überhaupt nichts gefunden als das Blabla da oben.

Da hat man offenbar einen Tralala-Abschluss produziert, um Arbeitslose mit etwas zu beschäftigen. "Grundlagen der Informatik" - hört sich an wie Volkshochschule. Sie legen es ja auch unter Schule ab.

Und mit so einem Scheiß wird die von allen Medien nun "Informatikerin" genannt.

Zitat: «1990 schloss sie an der Akademie für Daten­verarbeitung Böblingen eine Ausbildung zur staatlich geprüften Informatikerin ab und arbeitete anschließend in der Software-Entwicklung, bis sie zugunsten ihrer 1994, 1996 und 1999 geborenen Kinder auf ihre Berufstätigkeit verzichtete.»[11]
"In der Software-Entwicklung gearbeitet"

Das könnte auch Kaffeekochen oder Personal­management gewesen sein. 1990 war das alles noch sehr rustikal, trotzdem wäre mir da keine Firma - außer irgendeinem Förderkrampf im öffentlichen Dienst - bekannt, der jemanden mit so einer Witz­ausbildung in der Software-Entwicklung einstellen würde. Wenn man dann noch weiß, dass da in den Kommunen und den zweifel politisch gesteuerten Stadt­veranstaltungen massive Frauenförderung betrieben wurde und die Anforderungen bei Null lag, stinkt das nach Frauen­qualifikations­schwindel­tombola. Der Studienplan hätte mich mal interessiert, wenn es denn einen gäbe. Das ist sowas wie Loriots[wp] Jodeldiplom von 1978. Wie sagten die so schön: "Gerade eine Hausfrau mit Familie sollte eine abgeschlossene Berufs­ausbildung haben. Wenn die Kinder aus dem Haus sind oder es passiert irgendwas, habe ich nach zwei Jahren Jodelschule mein Jodeldiplom. Da hab' ich was in der Hand. Und ich habe als Frau das Gefühl, dass ich auf eigenen Füßen stehe. Da habe ich was eigenes. Ich möchte auch als Frau eine sinnvolle Tätigkeit ausüben und nicht nur am Kochtopf stehen und meinem Mann die Hausschuhe hinter­hertragen." Fortbildung zur staatlich geprüften Informatikerin mit Grundlagen der Informatik an einer Schule der Stadt Böblingen. Landes­eltern­beirat. Vorsitzende der SPD. Als hätte Loriot die Fortsetzung gedreht.

Schaut man sich nämlich deren zwei (!) Lebensläufe auf der Bundestags­webseite an, dann taucht da gar keine berufliche Tätigkeit auf.[14] Versager­karriere in der Politik.

Anscheinend muss man die deshalb "Informatikerin" nennen, weil da außer dieser Witz­weiter­bildung so gar nichts ist, was man sie nennen könnte.

Wenn ein Lebensläufchen schon aus solchen Hausfrauen- und Hobby­tätigkeiten besteht und sich darin erschöpft:

Zitat: «Stellvertretende Vorsitzende des Landeselternbeirats Baden-Württemberg; Mitglied im Landesvorstand der Sozial­demokratischen Gemeinschaft für Kommunal­politik; Gründungs­mitglied im Calwer Bündnis gegen Rechts; Gründungs­mitglied der Bürger­initiative Tälesbach; Mitglied beim BUND und bei Greenpeace, ver.di und campact[wp], bei Frauen helfen Frauen Calw e.V., beim Frauennetzwerk Freudenstadt und weiteren kleinen Vor-Ort-Vereinen.»[14]

Gemeinderätin; Kreisrätin; Regionalrätin; SPD-Ortsvereins- und Kreisverbands­vorsitzende.

Aber die Medien tun so, als schreite da eine gestandene Berufs­informatikerin einher.

Sehen wir es positiv: Die SPD ist nekrotisch und stirbt, und ihre Verwesung heißt Saskia.

Die SPD hat genau das bekommen, was sie wollte. Eine Quotenfrau. Sonst nix außer Frau. Was sie allen anderen zwangs­verordnet und wovon sie sagt, dadurch würde alles besser, daran würden Kranke, Sieche und Insolvente gesunden.

Eat your own dogfood.

Ach, ist das schön.

Hadmut Danisch[15]
Die SPD setzt unter Esken zum sozialistischen Generalraub an.
Zitat: «Ich bewundere persönliche Stärke, aber nicht jede/r wird damit geboren und nicht jede/r kann sie sich in allen Lebenslagen bewahren. Nicht jede/r hat Netzwerke, die einen tragen (können). Also brauchen wir einen Sozialstaat, der Einzelne trägt und auch damit für Gemeinwohl sorgt.», Saskia Esken[16]
Zitat: «Tatsächlich hängt in kaum einem Land der Bildungserfolg so stark von der Herkunft, vom Geldbeutel der Eltern und dem der Kommune ab, in der man lebt. Das ist ungerecht, und es ist auch nicht im Sinne des Gemeinwohls. Wir müssen an die Verteilungsfrage ran, wenn wir das ändern wollen.», Saskia Esken[17]

Es wird immer alles mit Gerechtigkeit begründet, aber nie gesagt, was man unter "gerecht" versteht. Ein Nebelbegriff, der nie erklärt wird. Eigentlich heißt es nur "marxistisch". Andere Ziele haben und kennen die nicht mehr.

Was heißt das, "an die Verteilungsfrage ran"? Das große "Umverteilen", Euphemismus für Diebstahl und Raub im marxistischen Universum?

Ja, sorry, aber: Welche Kleidung man trägt, was man zum Mittagessen bekommt, welche Bücher man liest, wohin man in Urlaub fährt, welches Auto man bekommt, hängt auch vom Geldbeutel der Eltern ab. Will man Eltern verbieten, ihr Geld dem eigenen Sprössling zu geben? Wie will man den Lebenslauf des Kindes von den Eltern entkoppeln? Kinder gleich nach der Geburt abgeben und im sozialistischen Einheits­kinder­garten aufziehen?

Oder mal anders gefragt: Ist der Zusammenhang mit dem Geldbeutel der Eltern kausal oder nur eine Korrelation? Ist es vielleicht umgekehrt? Ist es so, dass die Eltern mehr Geld haben, weil sie schlauer und gebildeter sind, und nicht der Bildungs­erfolg vom Geldbeutel, sondern der Geldbeutel vom Bildungs­erfolg abhängt?

Was versteht die SPD überhaupt unter Bildungs­erfolg? Doktor in Sozial­wissen­schaften, aber nicht in der Lage, den Hartz-IV-Antrag auszufüllen?

Wir haben doch jetzt schon Geisteswissenschaftler auf Sozialhalde, mit denen wir nicht wissen, wohin. Was sollen wir noch damit, was die SPD für "Bildungs­erfolg" hält?

Glaubt die ernsthaft, man könnte Fachkräfte, MINT-Absolventen erschaffen, indem man intellektuellen Blindgängern das Studium finanziert? Als ich damals studiert habe, waren nach dem zweiten Semester fast die Hälfte weg, nach dem vierten deutlich weniger als die Hälfte der Leute noch übrig. Ich könnte mich nicht erinnern, dass einer aus finanziellen Gründen abgesprungen ist. Studieren war damals wirklich billig. Ich habe damals auch kaum Geld gehabt, damals weniger als 700 DM im Monat. Insgesamt, mit allem, plus Kranken­versicherung über die Familie. Aber das hat (damals) gereicht. Die sind damals alle aus anderen als finanziellen Gründen abgesprungen. Die Leute waren schlicht überfordert. Viele dachten, sie könnten in der Schule mit Mathe-Grundkurs durchkommen und dann trotzdem Informatik studieren. Oder dachten, das hat so'n bisschen mit Computer streicheln zu tun. Schaut man sich an, was heute in den Schulen los ist, dann wird Geld daran auch nichts ändern.

Nochmal Eskens Satz: "von der Herkunft, vom Geldbeutel der Eltern und dem der Kommune ab, in der man lebt... Wir müssen an die Verteilungsfrage ran, wenn wir das ändern wollen".

Also, was Geld umzuverteilen ist, das weiß ich. Steht in meinem Steuerbescheid.

Aber was meint sie damit, die Herkunft und die Kommune, in der man lebt, umzuverteilen?

Sollen wir jetzt alle mal die Kinder untereinander tauschen? Kinder umverteilen?

Was Gerechtigkeit sein soll, erfahren wir nicht. Aber zu Gemeinwohl sagt sie was.

Zitat: «Liebe Frau Esken, was ist denn für Sie genau das Gemeinwohl??

Für uns ist das, den Einzelnen so stark wie möglich machen (Bildung) Starke Individuen (ich versuche auch so stark zu sein, wie ich kann) sollen miteinander interagieren.», Heike Ribke[18]

Zitat: «Gemeinwohl ist zB, wenn starke Familien und gute Schulen dazu beitragen können, dass _alle_ Kinder zu souveränen Persönlichkeiten heranwachsen, die den Wert ihrer und der Freiheit der anderen kennen, aber auch den von Solidarität und Gerechtigkeit. Das kommt nicht "von alleine".», Saskia Esken[19]

Alle Kinder zu souveränen Persönlichkeiten heranwachsen. Also solchen, die brav befolgen, was die Partei ihnen sagt. Und die den Wert von Solidarität und Gerechtigkeit kennen. Was schwierig ist, wenn niemand sagen kann, was Gerechtigkeit ist.

Halten wir fest: Das zentrale Bildungsziel und das Gemeinwohl sind, wenn alle Kinder zu guten, überzeugten Sozialisten erzogen werden. Alles andere ist nicht so wichtig.

Die Frage der Fragen, ob die Gleichmacherei die Bildungs­spanne wirklich wie versprochen am unteren Ende oder doch nur am oberen Ende kappt, wird nicht erörtert.

Bisher war es noch jedesmal so, dass wenn man alle auf das gleiche Niveau brachte, alle auf dem gemeinsamen, also dem untersten Niveau, landeten.

Wer soll eigentlich noch Infrastruktur, Umweltschutz, Digitalisierung, Medizin entwickeln, wenn alle denselben Bildungs­erfolg haben, also gerade so mühsam lesen können?

Das muss man der SPD lassen: Da haben sie sich so eine echte Granate, so eine richtige Kapazität gewählt.

– Hadmut Danisch[20]
Über Kalauer, Humorlosigkeit und Wendemaßstäbe.

Die Leser kalauern um den #Eskenfilm-Thread. Marx Attacks[wp]. Soylent Red ist Eskenfleisch![wp]

Ja, hat was. Wer sich den Schaden selbst wählt, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Was dachte sich die SPD da eigentlich? Sich eine Witzfigur als Galionsfigur vor den Bug schrauben und dann Witz­immunität beantragen?

Das Organ des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) "Neues Deutschland" nimmt daran aber Anstoß: SPD-Vorsitzende redet von "Sozialismus" - Rechte rasten aus:

Zitat: «Es ist ein harmloser Satz: "Der demokratische Sozialismus ist eine positive gesellschaftliche Vision." Gesagt hat ihn die designierte SPD-Partei­vorsitzende Saskia Esken am vergangenen Freitag in einem Interview mit dem "Spiegel". In dem Interview äußerte sich Esken umfassend zu ihren Steuerplänen. Kurz nach der Veröffentlichung auf der Homepage des Mediums erntete die SPD-Chefin einen Shitstorm auf dem Kurz­nachrichten­dienst Twitter. Tausende Nutzer*innen machten sich am Wochenende unter dem Hashtag #Eskenfilme über ihre Aussagen lustig und brachten sie in den Zusammenhang mit bekannten Filmtiteln. [...]

Der Hashtag #Eskenfilme trendete den ganzen Sonntag über und wird auch weiterhin verwendet. "Liebling, ich habe die Kinder enteignet", lautete beispielsweise eine Nachricht eines Twitter-Users, der den Hashtag nutzte. Das Ganze erinnert an die Kritik, die der Juso-Chef Kevin Kühnert erntete, nachdem er in einem Interview mit der "Zeit" gesagt hatte, dass er große Firmen kollektivieren möchte.

Die Kritik gegen Esken fällt aber ungleich härter aus als damals gegen Kühnert. Gründe dafür könnten sein, dass sie das Amt der Parteichefin innehat und eine Frau ist.»[21]

Jo ... Gründe könnten aber auch sein, dass sie so lächerlich doof und naiv wirkt. Das ist auch ein Grund, sich über jemanden lustig zu machen.

Zitat: «Die Koordinatorin für Social Media der Grünen im Bundestag, Charlotte Obermeier, fragte am Sonntag­nachmittag via Twitter, wer den Hasthag #Eskenfilme gestartet habe, wer ihn nutze und ob es Hinweise auf eine "orchestrierte Aktion" gäbe.»[21]

Soso, ja, aha. Bei #Aufschrei und MeToo-Kampagne hat man das nicht gefragt. Oder?

Maßstäbe

Nun vergleicht mal die Entrüstung darüber, dass die Leute ein paar Filmtitel nennen, die im Original schon passen oder etwas verhohne­pipelt werden, was ja nun wirklich ein harmloser und sehr milder Spaß ist, mit "Umweltsau", "Nazisau" vom WDR.

Da hieß es eben noch Meinungs- und Kunst­freiheit, man muss doch jeden Umweltsau nennen können.

Aber einfach nur ein paar Filmtitel zu nennen, soll eine bösartige konzertierte Aktion sein?

Alles so durchverlogen.

Und es sind nicht die Maßstäbe, die mich so besonders ankotzen. Es sind die doppelten Maßstäbe.

– Hadmut Danisch[22]
Manche Menschen glauben an Einhörner, Ufos oder daran, dass Elvis unter falschem Namen in Bielefeld lebt. Saskia Esken glaubt an den demokratischen Sozialismus.

So hat es die SPD-Chefin im SPIEGEL-Gespräch erklärt:

"Der demokratische Sozialismus bleibt für uns die Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft."

Nun darf in Deutschland seit dem Ende der DDR zum Glück jeder glauben, woran er möchte, sogar an die Überlegenheit eines DDR-Systems. Die Geschichte allerdings lehrt, dass man solchen Leuten besser kein politisches Amt gibt. Am Anfang reden sie von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität[wp], am Ende herrschen Unfreiheit, Unterdrückung und Mangel, das ist die Erfahrung.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man im demokratischen Sozialismus ins Bett geht und anderntags in der Diktatur aufwacht, ist extrem groß. Mir ist kein Beispiel bekannt, wo es anders gekommen wäre. Ob früher in der Sowjetunion, in Jugoslawien, Polen, Angola, Kambodscha, Nicaragua oder heute in Nordkorea, China, Kuba oder Venezuela: Immer brauchte es rüde Methoden, um den Sozialismus durchzusetzen. Über die Jahrzehnte sind zig Millionen Menschen gestorben, weil sie sich der Diktatur der Mehrheit in ihrem Land nicht beugen wollten.

Man sollte ja glauben, dass nach so vielen Fehlversuchen selbst der frommste Sozialist vom Glauben abfällt. Doch das ist nicht der Fall. So zuverlässig real­sozialistische Experimente scheitern, so zuverlässig kommt hinterher die Erklärung, es habe sich eben nicht um den echten Sozialismus gehandelt, sondern um eine degenerierte Abart. Oder man wird ironisch oder patzig wie Saskia Esken, die auf Twitter schrieb: "Wer Sozialismus negativ verwendet, hat halt einfach keine Ahnung. So."

– Alexander Neubacher[23]
Die BILD: "Unerträglich": SPD-Ministerin will Talkshow-Verbot für Esken
Zitat: «Die Wahlklatsche in Sachsen und Thüringen sorgt für massiven Frust in der SPD!

Und bei den Genossen in Brandenburg, dort wird am 22. September ein neuer Landtag gewählt, wächst die Angst vor dem nächsten Debakel. Deshalb schickt die Brandenburg-SPD jetzt eine brisante Forderung nach Berlin: Spitzenpolitiker wie SPD-Chefin Saskia Esken (63) und SPD-General Kevin Kühnert (35) sollen ein Talkshow-Verbot bekommen.

Brandenburgs Finanzministerin und SPD-Vize Katrin Lange[wp] (52) zu BILD: "Für's Erste wäre schon einiges gewonnen, wenn bestimmte Leute grundsätzlich nicht mehr an Talkshows teilnehmen würden. Es ist nämlich unerträglich."

Grund: Z.B. sorgte Esken mit ihren jüngsten TV-Auftritten (u.a. zum Terroranschlag in Solingen) immer wieder für scharfe Kritik - auch parteiintern. Am Wahlabend hatte Esken erklärt, als Folge des Wahldebakels müsse die Ampel "noch stärker werben, erklären, nach draußen gehen". Wieder Kopfschütteln und Kritik.»[24]

Die ersten merken was. Mit Jahren Verspätung sehen die Esken, wie andere das schon immer taten.

Erinnert mich an meinen Besuch neulich in der Friedrich-Ebert-Stiftung, als ich den Feminismus kritisierte und nur Zustimmung bekam.

Ich hatte ja neulich gefragt, bei wieviel Prozent die einstmalige 44-Prozent-Partei SPD heute ohne Feminismus stünde. Ein Saal voller SPD-Frauen, und die stimmten mir alle zu. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Und da waren die noch bei 18 Prozent. Jetzt sind die einstellig und werden in der Wählerbeliebtheit bald von der Fünf-Prozent-Hürde überholt.

Leute, ich glaube, ich muss für das kommende Jahr Popcorn in gewerblichen Mengen bestellen und mir auf Paletten liefern lassen.

Das wird ein Spaß.

– Hadmut Danisch[25]

Einzelnachweise

  1. Esken unbelehrbar wegen Höcke ungefiltert bei Ben ungeskriptet, Berliner Zeitung am 9. Mai 2026
    Anreißer: Saskia Esken legt gegen Björn Höcke und den Podcaster Ben Berndt gleich mehrmals nach. Eskens manischer Kampf gegen den Faschismus ist kontraproduktiv. Auch für die SPD. Ein Kommentar.
  2. Eva Maria Braungart: Esken will unbequeme Journalisten wirtschaftlich vernichten, Berliner Zeitung am 7. Mai 2026
    Anreißer: Vier Stunden lang sprach Höcke mit dem Podcaster Ben Berndt. Die SPD-Politikerin Saskia Esken ist erzürnt und fabuliert von „Blacklisting“.
  3. Peter Grimm: Die Wut der Boykotteuse, AchGut-Blog am 7. Mai 2026
    Anreißer: Die Ex-SPD-Vorsitzende Saskia Esken rief bekanntlich zum Werbeboykott gegen den erfolgreichen Podcaster Ben Berndt wegen dessen Höcke-Interview auf. Achgut kennt solche Boykottaufrufe und deren Folgen seit zehn Jahren nur allzu gut. Aber irgendwann scheitert das Kalkül der Boykotteure.
  4. Twitter: @EskenSaskia - 26. Feb. 2020 - 02:02 Uhr
  5. Twitter: @PaulPawlowski - 27. Feb. 2020 - 08:43 Uhr
  6. Twitter: @EskenSaskia - 1. Aug. 2020 - 13:07 Uhr
  7. Twitter: @EskenSaskia - 6. Juni 2020 - 22:14 Uhr
  8. Wer ist die neue SPD-Vorsitzende?[archiviert am 31. Dezember 2019], Kontraste (ARD) am 12. Dezember 2019
  9. Nach Kündigungsaffäre: SPD-Chefin Esken wehrt sich gegen falsche Vorwürfe des ARD-Magazins "Kontraste" - RBB reagiert bissig, Merkur, aktualisiert am 13. Dezember 2019, aktualisiert am 21. Dezember 2019, aktualisiert am 12. Januar 2020
    Anreißer: Kurze Zeit nach ihrer Wahl in die neue SPD-Spitze wurde schwere Vorwürfe gegen Saskia Esken laut. Die Parteivorsitzende wehrt sich mit Hilfe eines Anwalts.
  10. Sascha Adamek und Marcus Weller: SPD-Vorsitzende: Esken in Kündigungsaffäre verwickelt, Tagesschau (ZDF) am 22. Dezember 2019
    Anreißer: Die neue SPD-Vorsitzende Esken führt ihre Erfahrung als Vizechefin eines Landeselternbeirates als Qualifikation für den SPD-Vorsitz an. Kontraste-Recherchen zeigen, dass sie in die Kündigung einer Mitarbeiterin verwickelt war.
  11. 11,0 11,1 WikipediaSaskia Esken (Stand: 13. Dezember 2019)
  12. 12,0 12,1 Wikipedia: Akademie für Datenverarbeitung Böblingen (Stand: 7. Dezember 2019)
  13. Stadt Böblingen: Akademie für Datenverarbeitung
  14. 14,0 14,1 Deutscher Bundestag: Saskia Esken (Lebenslauf I), Saskia Esken (Lebenslauf II)
  15. Hadmut Danisch: Die "Verteilungsfrage" und das "Gemeinwohl", Ansichten eines Informatikers am 12. Januar 2020
  16. Twitter: @EskenSaskia - 12. Jan. 2020 - 08:59 Uhr
  17. Twitter: @EskenSaskia - 11. Jan. 2020 - 23:56 Uhr
  18. Twitter: @HeikeRibke - 11. Jan. 2020 - 16:25 Uhr
  19. Twitter: @EskenSaskia - 12. Jan. 2020 - 08:51 Uhr
  20. Hadmut Danisch: Die "Verteilungsfrage" und das "Gemeinwohl", Ansichten eines Informatikers am 12. Januar 2020
  21. 21,0 21,1 Katharina Schwirkus: Saskia Esken: SPD-Vorsitzende redet von "Sozialismus" - Rechte rasten aus, Neues Deutschland am 13. Januar 2020
    Anreißer: Seit dem Wochenende trendet auf Twitter #Eskenfilme - Tausende User machen sich über die Steuerpläne von Saskia Esken lustig
  22. Hadmut Danisch: Die #Eskenfilm-Analyse, Ansichten eines Informatikers am 13. Januar 2020
  23. Alexander Neubacher: Die Gegendarstellung: Eskens Zombie, Spiegel Online am 17. Januar 2020
  24. "Unerträglich": SPD-Ministerin will Talkshow-Verbot für Esken, BILD-Zeitung am 2. September 2024
  25. Hadmut Danisch: Der Spaß geht los, Ansichten eines Informatikers am 2. September 2024

Netzverweise

  • Webpräsenz: saskiaesken.de
  • Wikipedia führt einen Artikel über Saskia Esken
  • Hadmut Danisch - Ansichten eines Informatikers:
  • Biographie beim Deutschen Bundestag
  • Wer den Sozialismus verspottet: #EskenFilme: Wer lacht, ist rechts, Tichys Einblick am 14. Januar 2020
    Anreißer: Mit den Umfragewerten schwindet der SPD auch der Humor. Verbittert reagieren die letzten Funktionäre auf Variationen zu Eskens Sozialismus-Appellen in sozialen Netzwerken. Kommt nach Hass und Hetze auch Satire und Lache auf die SPD-Verbotsliste?
    So richtig Fahrt nahm der hashtag #EskenFilme dann in der zweiten Woche im Januar auf, in denen Twitterer sich mit großem Witz und beißender Ironie über die Sozialismus-Fantasien der SPD-Führung lustig machten - und die Angst der einstigen Volkspartei vor der drohenden 5-Prozent-Hürde unübersehbar wurde.) (Wer gegen Eskens Steuer­erhöhungs­pläne ist, muss ein Neoliberaler sein oder mindestens ein Rechter, eher ein "Rechtsextremer", der mit Antifeministen Hand in Hand geht. Wer mitlacht, ist AfD - mindestens. Des Bürgers Pflicht ist Zustimmung, nicht Hohn für eine unglücklich agierende und sichtlich überforderte Partei­vorsitzende.
    Eine der (10!) stellvertretenden JuSo-Bundes­vorsitzenden hat es durchblickt: bei dem Hashtag handelt es sich um ein Komplott von Rechtsextremen (wieso eigentlich nicht gegendert?) und Antifeminis*innen (gut gegendert!).
    Vermutlich gibt es bald einen Gesetzentwurf von SPD und Grünen, welcher Satire "nach oben" im Netz unter Strafe stellt, nachdem sie im Fall "Umweltsau", also Satire "nach unten", gerade noch sehr vertretbar schien. Wie wär's bei der Gelegenheit mit einer Neuauflage des Verbots der Majestäts­beleidigung?