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Israel-Lobby
Der Begriff Israel-Lobby bezeichnet summarisch alle sich lobbyistisch zugunsten Israels und dessen Politik betätigenden Politiker, Kultur- und Medienschaffenden, Parteien, Unternehmen, Banken und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Wesen
Die "Freunde" des zionistischen Apartheid-Staates[anm 1] Israel sind in vielen westlichen Ländern die stärkste außenpolitische Lobby. Ohne von der Lobby für "kosher"[jw] erklärt zu werden, ist kaum eine politische oder mediale Karriere möglich.
Aufgabe
Aufgabe der Israel-Lobby ist es seit jeher, soviel Hasbara zu verbreiten, dass die israelischen Verbrechen nicht ans Licht kommen. Nach dem erfolgreichen Anzetteln des Angriffskrieges gegen den Irak versucht die Israel-Lobby derzeit, mit dem Schüren eines Krieges gegen den Iran vom Apartheidregime der Zionisten abzulenken.
Taktiken
Gängige Methoden der Israel-Lobby zur Durchsetzung von politischen Interessen und zur politischen Diskreditierung von Kritik an israelischen Völkerrechtsbrüchen und Menschenrechtsverletzungen sind die Verunglimpfung und Diffamierung von Kritikern Israels als Antisemiten, die Strategie der Spannung, das Schüren von Antisemitismus, die pauschale Gleichsetzung von Israel mit dem Judentum und die Instrumentalisierung des Holocausts.
Charles Freeman[wp], ehemaliger US-amerikanischer Botschafter in Saudi-Arabien und China, sagte zu den Taktiken der Israel-Lobby:
| Zitat: | «Die Taktiken der Israel-Lobby stellen Höhepunkte der Schande und Unanständigkeit dar, sie schließen Rufmord ebenso mit ein wie selektive falsche Zitate, vorsätzliche Verfälschung der Fakten, Fabrikation von Unwahrheiten und vollkommene Missachtung der Wahrheit.» |
Begriff
Der Begriff Israel-Lobby wurde in den USA 2006 populär nach einer entsprechend betitelten Veröffentlichung John Mearsheimer[wp] und Stephen Walt im London Review of Books und einer anschließenden Buchveröffentlichung der Thesen. In westlichen Medien wurde die Existenz einer Israel-Lobby in den USA, die auch gegen die Interessen der USA agiert, anfangs rundweg bestritten, von Christoph von Marschall[wp] und Thomas Risse[wp] als Verschwörungstheorie abgetan. 2010 räumte Christoph von Marschall allerdings einen Machtkampf zwischen Barack Obama[wp] und Benjamin Netanjahu ein, und erklärte, dass letzterer glaubte, "im vermeintlich jungen und unerfahrenen Obama ein Gegenüber zu haben, dem er seinen Willen mithilfe der großen Pro-Israel-Bewegung in den USA aufzwingen kann." Die bei Zionisten gebräuchliche Bezeichnung der Israel-Lobby als "jüdische Lobby" ist falsch und irreführend, da die Israel-Lobby mit dem Ziel der Unterstützung der Regierungspolitik Israels keine religiöse, sondern eine politische Agenda verfolgt. Ähnlich systematische wissenschaftliche Untersuchungen der Israel-Lobby wie in den USA sind in Deutschland nicht bekannt.
Israel-Lobby in Deutschland
DIG
DIG: Johannes Gerster - Jochen Feilcke - Werner Jurga - Wolfgang Buschfort
ZdJ
ZdJ: Präsidentin Charlotte Knobloch[wp], Vize-Präsident Salomon Korn, Vize-Präsident Dieter Graumann, Generalsekretär Stephan Kramer
Jüdische Gemeinde Berlin
Lala Süsskind
CDU
Gitta Connemann - Lothar Klein - Daniel Sander
CSU
FDP
Dirk Niebel[wp]
Grüne
Jerzy Montag - Dieter Salomon
Linkspartei
In der Linkspartei gibt es eine starke antideutsche Seilschaft und die strategische Zusammenarbeit führender Politiker mit dem Simon Wiesenthal Center[wp].
MdB Gregor Gysi - MdB Petra Pau - MdB Halina Wawzyniak - MdB Stefan Liebich - MdL Katharina König - BAK Shalom-Gründer Benjamin Krüger und Sebastian Voigt
Kampagnen
Stop the Bomb[archiviert am 11. September 2011] - Mideast Freedom Forum Berlin[archiviert am 25. August 2010] - Save Darfur[jw]
Medien
Springerpresse - Die Zeit - Jungle World - Xtranews - Ruhrbarone - Zeitschrift "Bahamas" - konkret - Phase 2
Journalisten
Josef Joffe[wp] - Daniel Schwammenthal - Henryk M. Broder - Benjamin Weinthal - Ulrich W. Sahm - Richard Herzinger - Clemens Wergin - Michael Borgstede - Benjamin Weissinger - Doris Akrap - Mathias Döpfner - Tobias Kaufmann
Aktivisten
Julius Schoeps - Olaf Krause - Matthias Küntzel - Clemens Heni - Sacha Stawski - Micha Brumlik - Roman Gorbachov - Jörg Rensmann - Samuel Salzborn - Gerd Buurmann - Lars Quadfasel
Weitere
Antideutsche - eine pro-amerikanische und pro-israelische politische Subkultur in Deutschland und Österreich
Israel-Lobby in Österreich
IKG - Ariel Muzicant - Stephan Grigat - Simone Dinah Hartmann - Karl Pfeifer - Samuel Laster
Israel-Lobby in den Niederlanden
Geert Wilders - Martin Bosma
Israel-Lobby in Frankreich
Bernard Henri-Levy
Israel-Lobby in Großbritannien
Conservative Friends of Israel[archiviert am 10. Januar 2011] - Anglican Friends of Israel[wp]
Israel-Lobby auf EU-Ebene
EJC[wp] - Elmar Brok[wp] - Daniel Cohn-Bendit - Charles Tannock[wp]
Israel-Lobby in den USA
Organisationen
Conference of Presidents[wp] - AIPAC[wp], WINEP[wp] - Christians United for Israel[wp] - FIDF[wp] - Anti-Defamation League[wp][anm 2] - WJC[wp] - B'nai B'rith[wp] - American Jewish Committee[wp] - American Jewish Congress[wp] - CAMERA[wp] - SPME[wp] - Simon Wiesenthal Center[wp] - Chabad[wp] - JDL[wp] - J Street[wp] - ZOA[wp] - NGO Monitor[wp] - Arabs for Israel[wp] - Former Muslims United[wp] - Hudson Institute[wp]
Geldgeber
Sheldon Adelson - Lawrence Kadish - Irving Moskowitz - Haim Saban - Melvin Sembler - Ronald S. Lauder - Edgar M. Bronfman - Ronald Perelman - Steve Wynn - Ira Rennert - Rupert Murdoch - Sumner Redstone - Barre Seid
Medien
Viele vorgeblich neutrale Medien in den USA befinden sich unter dem Einfluss der Israel-Lobby. Zu den Medien, die trotz vorgeblich neutraler Berichterstattung in der Mehrzahl der Fälle für Israel Partei ergreifen, gehören beispielsweise:
- Fox News - CNN - Viacom - CBS - New York Times
Neben den vorgeblich neutralen Medien gibt es auch noch Medien, die offen zionistisch ausgerichtet sind und dies zum Teil nur oberflächlich als jüdisch camouflagieren. Dazu gehören beispielsweise:
- Commentary - Forward - The Atlantic - Tablet
Aktivisten
Elie Wiesel - Michael Ledeen - Alan M. Dershowitz - Daniel Goldhagen - Daniel Pipes - William Kristol - Jeffrey Goldberg - Nonie Darwish - Martin Peretz - Lee Smith - Max Boot
Berichte
- Tom Hayden am 20.07.2006 bei Counterpunch: I Was Israel's Dupe
- Ray McGovern am 06.10.2007 in Antiwar: So Who's Afraid of the Israel Lobby?
- Michael Scheuer am 10.02.2009 bei Antiwar: Lobby? What Lobby?
- Mein Parteibuch am 13.03.2010: Lobby? Welche Lobby? (5-Jahres-Plan zur strategischen Ausrichtung weltweiter Propagandamaßnahmen der Israel-Lobby)
- Esam Al-Amin am 21.04.2010 über Elie Wiesel bei Counterpunch: Israel's Enabler in the U. S.
Bücher
- Edward Tivnan[wp] 1987: "The Lobby: Jewish Political Power and American Foreign Policy" ISBN 0671668285
- Norman Finkelstein[wp] 2006: "Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte" ISBN 3492048617
- John J. Mearsheimer[wp], Stephen M. Walt 2007: "Die Israel-Lobby: Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird" ISBN 3593383772 (Achtung, da fehlen 1300 Fußnoten)
Weblinks
- Rudolf Maresch am 16.08.2006 bei Telepolis: Teil 1: Der amerikanisch-israelische Komplex[ext], Teil 2: Israel-Lobby in den USA[ext]
- The Institute for Research Middle Eastern Policy[ext]: The Israel Lobby Archive[archiviert am 25. Oktober 2011]
- Wikipedia: Israel lobby in the United States[wp]
- Wikipedia: Israel lobby in the United Kingdom[wp]
Video
- Gegenmeinung: Die Israel-Lobby in den USA - ein Schlüsselthema für den Nahen Osten, Deutschsprachiger Vortrag von Malcolm Sylvers mit anschließender Diskussion, auf Einladung des Nahostkomitees der Berliner Friedenskoordination am 29. April 2009 im Haus der Demokratie in Berlin. (Video)
Anmerkungen
- ↑ Wertende Beiworte von Parteibuch Lexikon/Marcel Bartels
- ↑ Die Anti-Defamation League[wp] ist eine Frontorganisation israelischer Geheimdienste und fungiert in dieser Eigenschaft als ein Instrument der Einflussnahme auf den politischen Meinungsbildungsprozess in den USA.
Querverweise
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Israel-Lobby aus dem (inzwischen geschlossenen) Parteibuch Lexikon vom 24. Juni 2011. |