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Wahlen
Der Begriff Wahlen bezeichnet im politischen Kontext Abstimmungsverfahren[wp] in Staaten, Teilstaaten, Verwaltungsbezirken, Städten, Gemeinden und Organisationen zur Bestellung einer oder mehrerer repräsentativer Personen in ein Amt oder Gremium eines entscheidungs- bzw. herrschaftsausübenden Organs.
Zweck von Wahlen
Politische Wahlen werden in einer Demokratie dazu abgehalten, um gewählten Entscheidungsträgern eine Legitimation für die Ausübung von Macht zu verschaffen.
Nominierung
Machthaber wählen Kandidaten für politische Ämter sorgfältig aus und bereiten dieselben intensiv auf die entsprechende Rolle vor, um bei Wahlen unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Finanzierung
Parallel zur Vorbereitung des Kandidaten wird eine schwarze und eine weiße Kasse eingerichtet, um die im Wahlkampf notwendigen Ausgaben tätigen und im Bedarfsfall immer entsprechende Geldbeträge bereitstellen zu können.
Der Zweck der weißen Kasse besteht darin, Forderungen von offensichtlichen Ausgaben zu begleichen, wohingegen die schwarze Kasse dem Zweck dient, Zahlungen auch ohne Rechnung leisten zu können und für die Machthaber als jederzeit zur Erpressung des Kandidaten einsetzbares Kompromat fungiert.
Wahlkampf
Lügen
Die primäre Zielsetzung während des Wahlkampfes besteht darin, den Wählern möglichst glaubwürdig falsche Versprechungen zu geben, deren Einhaltung vom Führungspersonal der Parteien und der Machtelite nicht vorgesehen ist. In einer Fassadendemokratie gewinnt diejenige Partei bzw. derjenige für ein politisches Amt kandidierende Politiker eine Wahl, die bzw. der es vermag, sich authentischer zu inszenieren, wenn die Wahl nicht durch Zufall entschieden wird. Ein exemplarischer Beispielfall für einen Zufall liegt vor, wenn die Öffentlichkeit unmittelbar vor dem Beginn einer Wahl Kenntnis von kompromittierenden Informationen über einen Kandidaten erlangt.
Todesangst als Wahlkampfhilfe
Für Demagogen ist das Wecken von Todesangst beim Stimmvieh eine wichtige Wahlkampfhilfe. Wie Jeff Greenberg und Tom Pyszczynski von der University of Arizona in Tucson 2007 experimentell nachgewiesen haben, bevorzugen Probanden, denen eine kurze Zeitspanne vor der Wahl ihre eigene Vergänglichkeit vergegenwärtigt wurde, konservative Politiker.
Absichtsvoller Gedächtnisschwund
Nach der Wahl in ein Amt oder Gremium sind Politiker häufig mit so genannten Sachzwängen konfrontiert oder vergessen die gegenüber eigenen Wähler gegebenen Versprechungen in Folge eines plötzlich eintretenden, scheinbaren Gedächtnisverlustes.
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wahlen aus dem (inzwischen geschlossenen) Parteibuch Lexikon vom 14. November 2007. |