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Julian Huxley

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Hauptseite » Personen-Portal » Julian Huxley

Julian Huxley
Julian Huxley (1964)
Gelebt 22. Juni 1887–14. Februar 1975
Beruf Wissenschaftler, Biologe

Sir Julian Sorell Huxley (1887-1975) war ein britischer Biologe, Philosoph und Schriftsteller. Seine frühen Verhaltens­beobachtungen an Seetauchern und Reihern gehörten zu den ersten exakten Studien der Verhaltens­forschung[wp], die unter anderem dem Werk von Konrad Lorenz[wp] und Nikolaas Tinbergen[wp] den Weg ebneten. Huxley war Humanist, ein bekannter Vordenker der Eugenik und prominenter Vertreter des Atheismus[wp]. Huxley trug als erster UNESCO[wp]-General­sekretär maßgeblich zur Konzeption der Allgemeinen Erklärung der Menschen­rechte[wp] bei.[1]

Familie

Julian Huxley war Bruder des Schriftstellers Aldous Huxley und Enkel von Thomas Henry Huxley[wp], der bei der Durchsetzung der von Charles Darwin[wp] entwickelten Evolutionstheorie eine große Rolle gespielt hatte.[1]

Werk und Wirkungsgeschichte

Huxley prägte die Idee des evolutionären Humanismus[wp] und des "Atheismus im Namen der Vernunft": "Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig­zu­werden."[anm 1] Die in Deutschland ansässige Giordano-Bruno-Stiftung nimmt ausdrücklich Bezug auf Huxleys Vorstellungen und hat sich zum Ziel gesetzt, diese zu fördern, weiter­zu­entwickeln und zu verbreiten.[1]

Über Julian Huxley

Zitat: «Der zweite, nicht weniger bedeutende, Wortführer der biologischen Revolution des CIBA-Symposiums war Sir Julian Huxley. Er war der erste General­sekretär der UNESCO[wp], der Vizepräsident der Gesellschaft für die Reform der Abtreibung und Bruder von Aldous Huxley, der durch seinen Welterfolg "Schöne neue Welt"[wp] bekannt geworden ist.

Übrigens kann man sagen, dass Aldous Huxley wusste, worüber er geschrieben hat, denn er kannte die Forschungs­arbeiten seines Bruders. Ich würde empfehlen, dieses Buch doch einmal zu lesen oder wieder zu lesen. Sie werden mit Erstaunen, oder vielmehr mit Entsetzen, feststellen, wie sehr wir schon in die "Schöne neue Welt"[wp] eingetreten sind.

Sir Julian Huxley verwirft mit seinem evolutiven Humanismus[wp] generell jede werte­bindenden objektive Wahrheiten und propagiert eine Gentechnik, die die alten Werte zerstören soll. "Darwin[wp] oder Gott"[anm 2], so seine Parole. "Denn die Welt und das menschliche Hirn haben nicht Platz genug für beide. Wir müssen uns von der irrigen Annahme entfernen zu glauben, dass es so etwas wie Wahrheit oder Tugend[wp] gibt."» - Inge M. Thürkauf[2]

Anmerkungen

  1. Der Atheismus[wp] stellt aus rationalistischer und ideen­geschichtlicher Sicht eine auf dem Axiom der ursachlosen Existenz des Universums basierende Weltanschauung dar und ist damit seiner ideellen Grundlage nach ebenfalls lediglich eine Hypothese, die als solche keinerlei hinreichende oder gar abschließende Antwort auf die Frage nach dem Ursprung des Seins zu geben vermag.
  2. Das von Huxley in dieser Formel plakativ zum Ausdruck gebrachte wechselseitige Negationsverhältnis zwischen Evolutionsbiologie und dem Glauben an die Existenz Gottes im Sinne einer abstrakten Kraft als Ursprung allen Seins liegt realiter nicht vor, wessen sich auch Charles Darwin[wp] - der im Unterschied zu Huxley Agnostiker[wp] und kein Atheist war - bewusst gewesen ist, denn erstere erklärt lediglich die Entstehung und Entwicklung des Lebens, wohingegen letzterer einen Grundstandpunkt in einer Streitfrage der Ontologie[wp] darstellt.

Einzelnachweise

Querverweise

Netzverweise