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Geisteswissenschaftlerprinzip

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Graphische Darstellung des Simpson-Paradoxons[wp]: von den mit 1 beschrifteten Vektoren hat der rote die größere Steigung, genau wie bei den mit 2 beschrifteten. Trotzdem hat die Vektorsumme[wp] der roten Vektoren eine kleinere Steigung als die der blauen.

Das Schlagwort Geisteswissenschaftlerprinzip bezeichnet eine häufig von ideologisch motiviert forschenden Geisteswissenschaftlern angewandte Methode[wp], die darin besteht, aus einer konstatierten Korrelation[wp], eine der eigenen politischen Gesinnung opportune Kausalität[wp] abzuleiten.

Das Simpson-Paradoxon: Ein jeweils positiver Trend[wp] für y(x) liegt vor, falls man die beiden unterschiedlich colorierten Gruppen einzeln betrachtet. Werden die beiden Gruppen zusammen betrachtet, so liegt ein negativer Trend vor.

Der dabei zugrunde liegende Denkfehler ist unter dem Namen "Simpson-Paradoxon"[wp] bekannt.

Hintergrund

Ein Prachtbeispiel für eine falsche Schlussfolgerung aus einer Statistik[wp]. Geradezu lehrbuchmäßig.
Zitat: «
Example of the Simpson's paradox involving Black babies and white doctors.webp
A famous study found that Black babies have higher survival rates if attended by Black than White doctors. But a re-analysis of the data shows the effect disappears after accounting for the fact that low birth weight babies more often see White doctors.

» - Steve Stewart-Williams[1]

Das alte Geisteswissenschaftlerprinzip: Wer eine Korrelation findet, darf sich eine Kausalität frei aussuchen.

Man habe herausgefunden, dass die Überlebensrate schwarzer Babys höher sei, wenn sie von schwarzen, als wenn sie von weißen Ärzten betreut werden. Würde man als rassistisch auslegen, weiße Ärzte töten schwarze Babys.

Die genauere Analyse zeigte aber, dass es genau andersherum ist: Es stellte sich nämlich heraus, dass man die gesunden Babys zu schwarzern Ärzten gab, während man die in kritischem Gesundheitszustand - und damit natürlich geringerer Überlebensrate - lieber zu weißen Ärzten brachte.

Das ist eigentlich der Simpson-Fehler[wp]. Weil man die Statistiken nach Krankheitszustand getrennt hätte erheben müssen.

Erinnert mich aber daran, wie Soziologen die Feuerwehr sehen. Man hat nämlich herausgefunden, dass es bei Bränden eine starke Korrelation zwischen der Zahl der zum Löschen eingesetzten Feuerwehrmänner und dem insgesamt enstandenen Brandschaden gibt. Woraus natürlich folgt, dass nicht das Feuer, sondern die Feuerwehrleute den Schaden verursachen und es deshalb ratsam ist, möglichst wenig Feuerwehrleute zum Brand zu schicken, um den Schaden gering zu halten.

Herrlich.

Statistik würde nur halb so viel Spaß machen ohne die Doofen.

Hadmut Danisch[2]

Einzelnachweise